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Der 1.FFC Turbine blickt auf eine über 35jährige Geschichte zurück.
Trainer Bernd Schröder, der die erste Bundesligamannschaft seit Jahren betreut, lebt nicht nur seit der Geburtsstunde mit dem Verein, er war auch "Geburtshelfer".
Am 5.März 1971 gründete er in der Betriebssportgemeinschaft (BSG) Turbine Potsdam die Abteilung "Frauenfußball". In der damaligen DDR war es für Unternehmen üblich, Betriebssportgemeinschaften zu unterhalten. Diese wurden vollständig durch ihre sogenannten Trägerbetriebe finanziert.
Die Frauenfußballabteilung der BSG Turbine Potsdam gehörte zu einer von insgesamt 16 Abteilungen der BSG des regionalen Energieversorgers in Potsdam, bei dem Bernd Schröder bereits damals tätig war. Die gesamte BSG umfasste circa 2000 Mitglieder, in der Abteilung Frauenfußball begann man mit einer ersten Mannschaft und einer Nachwuchsmannschaft.
Bis 1990 spielte die Mannschaft in der DDR-Oberliga. 1990 dann wurde im Zug des Umbruches in Deutschland die BSG Turbine Potsdam aufgelöst und in einen gemeinnützigen Verein umgewandelt, im gleichen Jahr gliederte sich der Deutsche Fußballverband (DFV) der DDR dem DFB an. Auch im neugegründeten Sport- und Spielverein Turbine Potsdam (SSV Turbine Potsdam) gab es, nach wie vor mit Bernd Schröder, eine eigenständige Abteilung Frauenfußball. Diese umfasste 60 bis 70 Aktive, die sich in eine erste und eine zweite sowie zwei Mädchenmannschaften aufteilten. Unter dem Dach des SSV agierte die Frauenfußballabteiltung als eigenständige Abteilung. Die Spezifik und die Ernsthaftigkeit der Bestrebungen der Frauenfußballverantwortlichen erforderten jedoch nach geraumer Zeit einen eigenen Verein, um "Ziele schneller erreichen zu können", wie Bernd Schröder resümiert. "Wir wollten strukturelle und organisatorische Defizite abbauen und beispielsweise auch Sponsoren in Eigenregie werben. Die Unterstützung durch den Verein war für dergleich nicht vorhanden." Somit gründete sich aus der Frauenfußballabteilung des SSV Turbine Potsdam am 1.September 1999 der 1.FFC Turbine Potsdam, wie es ihn bis heute gibt.
Bereits 1995/96 hatte man konzentrierte Anfänge des Verbundsystems Sportschule Potsdam, Olympiastützpunkt Potsdam, Fußballlandesverband Brandenburg sowie dem Verein begonnen. Mit diesem Modell trägt man der Nachwuchsarbeit Rechnung. Mittlerweile werden jährlich bis zu zehn besonders talentierte Nachwuchsfußballerinnen am Sportgymnasium Potsdam aufgenommen. Im Einklang mit der schulischen Ausbildung erfahren sie an der Sportschule auch eine gezielte fußballerische Ausbildung. "Hätten wir dieses Modell nicht praktiziert, wären wir heute nicht in dieser Situation und hätten hinsichtlich Quantität und Qualität riesige Probleme" erklärt Bernd Schröder die Importanz des Nachwuchskonzeptes.
Nach mehrfach wechselnden Präsidenten - eine zeitlang übte Bernd Schröder selbst das Amt neben seiner Trainertätigkeit aus - wurde schließlich in einer Mitgliedervollversammlung am 19.Dezember 2003 Günther Baaske (zu der Zeit Sozial- und Familienminister des Landes Brandenburg) zum Vorstandsvorsitzenden gewählt.
Der Verein zählt aktuell etwa 300 Mitglieder - unter ihnen auch der DFB-Präsident Theo Zwanziger: "Ich freue mich sehr, jetzt Mitglied in diesem Verein zu sein, mit dem ich sehr sympathisiere und dessen Arbeit ich unterstütze und bewundere." so Zwanziger nach seinem Vereinseintritt im Mai 2005.




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